Handbike fahren..
|
.. ist eine Fortbewegungsart mit einer Kombination aus Rollstuhl und Fahrrad. Dieses Hobby wird unter Rollifahrern immer beliebter. Ob man sich nun mit der Familie oder Freunden auf eine Radtour in die Natur begeben oder an Straßenrennen teilnehmen möchte: für alle Bedürfnisse gibt es das richtige Gerät.
Für uns sind Rennen nicht so das Richtige. Wir mögen es lieber, zwar zügig, doch immer auch mit einem Blick auf die Natur um uns herum mit Fahrrad und Handbike durch die Gegend zu fahren. Mein Handbike hat eine Shimano-Schaltung mit 24 Gängen. Erforderlich sind genügend Kraft und Ausdauer, dann macht das Fahren einen Riesenspaß und erschließt dem Rollifahrer einen größeren Aktionsradius. Die meisten Anbieter von Handbikes schweigen sich leider über die Preise aus. Sofern ein Kostenträger nicht zur Verfügung steht, müsste man nur für das Handbike einige Tausend Euro zahlen; die Preise sind natürlich abhängig von Modell und Ausstattung. Die Krankenkassen müssen die Kosten nicht übernehmen und in den meisten Fällen tun sie das auch nicht. Im Jahr 2002 hat meine Krankenkasse das Handbike in einer "Einzelfallentscheidung" dankenswerterweise komplett finanziert.
|
| 02.08.2011 |
Sommer 2011
|
Der Nachholbedarf ist groß und deshalb sind wir nur eine Woche später zu einer größeren Runde gestartet.
Diesmal war es ziemlich warm und sonnig. Aber das war egal, denn nach dem vielen Regen der letzten Zeit kann man die Sonne richtig genießen. Angesichts der höheren Temperaturen hatte Gaby eine Strecke ohne Überquerung der Autobahn und ohne grasbewachsene Wege ausgesucht. Dafür hat sie noch mal zwei Kilometer draufgepackt und so haben wir nun 22 Kilometer zurückgelegt. Wieder ging es zeitweise an Feldern oder Feldrändern mit vielen Sonnenblumen vorbei und diesmal hatte ich auch an den Fotoapparat gedacht. Einen weiteren Unterschied zur letzten Tour gab es noch: diesmal merkte ich schon kurz nach dem Ende der Fahrt meine Rücken- und Schultermuskeln - ja ja, der Trainingsrückstand! Aber das ändert sich.
|
| 23.08.2011 |
|
Mit einiger Verspätung habe ich in diesem Jahr meine persönliche Handbikesaison eröffnet.
Im ersten Halbjahr habe ich viel Zeit gebraucht, um wieder - im wahrsten Sinn des Wortes - auf die Beine zu kommen. Als ich hinsichtlich der wieder gewonnenen Selbstständigkeit hätte fahren können, spielte das Wetter nicht mit. Nun aber, am 16. August, war es günstig: kaum Wind und ohne Sonne genau die richtige Temperatur. Schon am Vortag hatte ich mit meiner Freundin Gaby S. und in Begleitung ihres Hundes Vercors in der Feldmark von Großburgwedel eine kleinere Runde von etwa neun Kilometern gedreht. Das klappte prima und deshalb haben wir uns für den nächsten Tag für eine etwas längere Strecke verabredet. Und so machten wir uns also auf den Weg. Zunächst ging es durch die Feldmark auf überwiegend gut befahrbaren Wegen, dann durch Isernhagen F.B. und über eine ziemlich anstrengende Steigung über die Autobahn hinweg in Richtung Isernhagen H.B. Dort drehten wir noch eine Runde um ein paar Felder, bevor es entlang der Burgwedeler Straße wieder zurück nach Großburgwedel ging. Die 20 Kilometer lange Strecke war sehr schön, besonders die großen Flächen mit Wildblumen und Sonnenblumen, in deren Nähe außer dem Zirpen der Grillen nichts zu hören war. Schade nur, dass ich den Fotoapparat vergessen hatte, es hätte sich gelohnt. Andererseits haben wir dadurch einen Grund, in Kürze nochmals in die Feldmark zu fahren.
|
| 23.08.2011 |
Frühling 2010
|
Es sah ja ziemlich lange so aus, als wollte der Winter gar nicht mehr aufhören. Noch am 5. März wurde die Stadt mit 5 cm Schnee zugedeckt. Doch das ist nun vorbei und der Frühling ist da. Es ist wieder Zeit für Bewegung an frischer Luft mit dem Handbike.
Der Frühling ist immer ein kleiner Aufbruch in etwas Neues. Viele Büsche und Bäume, lange Zeit wie Totholz aussehend, bekommen grüne Spitzen und die Forsythien haben einen gelben Schimmer. Überall werden Beete, Terrassen, Gärten und Parks herausgeputzt. Und an Hannovers wunderschönem Neuen Rathaus weiden die Teichschafe.
|
| 26.03.2010 |
Diese neue "Tierart" wurde von dem Isernhagener Künstler Jens-Uwe Scholz geschaffen. Statt aus Wolle besteht der Körper aus modelliertem Bauschaum, was die Vierbeiner erheblich leichter macht. Damit die Herde in einer stabilen Lage bleibt, wurde sie auf einer Art Metallgerüst befestigt und dann zu Wasser gelassen. Besonders schön finde ich, dass zwischen den vielen weißen Schafen auch ein schwarzes dabei ist. Wie im richtigen Leben! Die Installation ist noch bis zum 6. April auf dem Maschteich hinter dem Neuen Rathaus zu sehen.
|
| 26.03.2010 |
Herbst 2009
|
Nach vielen stürmischen und regennassen Tagen war der 19. Oktober wie geschaffen dafür, dem Großen Garten noch einen Besuch abzustatten.
Das Auto hatte ich wieder am Cafè Steintormasch geparkt. Von dort bin ich mit dem Handbike durch die Gartenkolonie bis zum Gebäude des VfL Hannover gefahren und danach zurück, am Wilhelm-Busch-Museum vorbei, durch den Georgengarten in den Großen Garten. Viele fleißige Hände waren hier dabei, die Beete und Anlagen für die kältere Jahreszeit herzurichten. Die bunte Blumenpracht des Sommers ist Vergangenheit, aber diese Jahreszeit hat durchaus ihren Reiz. Im Renaissencegarten, einem der vielen kleinen Nebengärten, habe ich noch (oder schon wieder?) etwas Blühendes entdecken können.
|
| 20.10.2009 |
An schönen und windstellen Sommertagen schießt die Große Fontäne das Wasser bis zu 80 Meter in die Höhe. Damit ist sie eine der Attraktionen der Anlage. Jetzt im Herbst gibt es die Wasserspiele noch bis zum 25.Oktober. Aber auch ganz in Ruhe ist der Brunnen hübsch anzusehen. Die sich im Wasser spiegelnden Bäume sind allemal ein Hingucker.
|
| 19.10.2009 |
Sommer 2009
|
Wie schon an anderer Stelle erwähnt, gibt es in Hannover viele schöne Plätze unterschiedlicher Art und Größe. Da fällt die Auswahl z.B. zwischen Eilenriede, Maschsee und Herrenhäuser Gärten nicht leicht.
Diesmal entschied ich mich für die Herrenhäuser Gärten, speziell für den Großen Garten. Das Auto habe ich bei einem Gartenlokal in der Nähe des Wilhelm-Busch-Museums stehen lassen und von dort bin ich mit dem Handbike durch den Georgengarten zum und durch den Großen Garten gefahren. Die Königlichen Gärten Herrenhausen, wie sie richtig heißen, gehören zu den schönsten Parkanlagen Europas. Angelegt wurden sie Ende des 17. Jahrhunderts von den welfischen Kurfürsten. Im vorderen Teil des Gartens befindet sich auf 31.000 qm das Große Parterre. Es besteht aus acht fast rechteckigen Beeten, die von insgesamt 32 weißen Sandsteinplastiken eingerahmt werden. Die Bepflanzung der Beete ist je nach Jahreszeit unterschiedlich, aber immer wunderschön.
|
| 21.07.2009 |
In der hinteren, südlichen, Hälfte des Großen Gartens dominiert die Farbe Grün. Durch den zwischen 1699 und 1709 erschaffenen "Anbau" verlaufen zwei Alleen und zwar eine in Nord-Süd-Ausrichtung und die andere von West nach Ost. Genau im Schnittpunkt dieser Alleen befindet sich die Große Fontäne, die zum Zeitpunkt meines Besuchs leider außer Betrieb war. Durch die Anordnung der Alleen ergibt sich eine Viertelung des Bereiches und jedes Viertel unterteilt sich wiederum in acht von Hainbuchenhecken eingerahmten kleinen Dreiecke. Im Mittelpunkt eines jeden Viertels sprudelt eine kleine Fontäne. Die Begrenzung des Großen Gartens erfolgt an der Nordseite durch die Alte Herrenhäuser Straße und an beiden Längsseiten sowie an der Südseite durch einen umlaufenden Wassergraben, der sogenannten "Graft". An der südwestlichen und der südöstlichen Ecke befindet sich jeweils ein Pavillon. Sowohl die bunte blühende Hälfte als auch der grüne südliche Teil sind beeindruckend und absolut sehenswert.
|
| 21.07.2009 |
|
Obwohl es einige Zeit nicht so aussah, hat sich der Sommer doch noch eingestellt. Während es an einigen Tagen zum Handbike fahren zu heiß oder zu windig oder zu nass war, passte es Mitte Juli perfekt.
Wenn Petrus schon so schöne Voraussetzungen schafft, nimmt man die Einladung zum Fahren ja gern an. Und weil es allein nun auch nicht so viel Spaß macht, habe ich kurzerhand meine frühere Kollegin Heidemarie gefragt, ob sie nicht mal wieder mit den Hunden in die Feldmark gehen möchte. Sie wollte und ich durfte mich anschließen. Diese Feldmark befindet sich bei Isernhagen-Süd ca. 10 Autominuten von unserer Wohnung entfernt. Mit der Schäferhündin Penny und der Mischlingshündin Pünktchen (Schäferhund-Münsterländer) begaben wir uns auf die idyllischen Wege mit ganz viel Natur drumrum. Für die Hunde ist es das ideale Gelände, um zu rennen und sich auszutoben. Zur Abkühlung wird dabei gern mal das Wasser am Wegesrand genutzt. Zumindest bei so schönem Wetter sind die Wege für das Handbike kein Problem und so bin ich die ungefähr 10 km mit Rücksicht auf Heidemarie im allerdings recht flotten Fußgängertempo gefahren. Anschließend gab es einen kleinen Snack und wir konnten noch ganz in Ruhe ein wenig klönen. Auch dieser kleine Ausflug fällt in die Kategorie "Wiederholung unbedingt empfehlenswert".
|
| 21.07.2009 |
Frühling 2009
|
Jetzt im Frühling macht das Handbike fahren besonders viel Spaß. Vorausgesetzt natürlich, dass es von oben trocken und nicht zu warm und nicht zu windig ist. Solche Gegebenheiten hatten wir am diesjährigen Himmelfahrtstag.
Um einmal neue Pfade auszuprobieren, packten wir das Handbike sowie Lothars Fahrrad ins Auto und fuhren nach Großburgwedel. Dort wohnt meine Freundin Gabi S. mit ihrem Assistenzhund Vercors. Wir vier machten uns also auf und begaben uns in die Feldmark. Zunächst ging es auf asphaltierten Wegen gut voran, dann auf festem Schotter und schließlich auf einem ganz schmalen Pfad durch einen Wald. Dabei fuhren wir durch den kleinen Ort Neuwarmbüchen, sahen einen verfallenen Resthof, kurz danach das Rittergut Lohne und umfuhren schließlich einen Golfplatz mit eingezogenem Kopf (man weiß ja nie, wohin die Golfer ihre Bälle schlagen). Zum Abschluss gab es in der Fußgängerzone von Großburgwedel noch ein leckeres Eis für uns Menschen und einen kräftigen Schluck Wasser für Vercors. Da hatten wir dann 14 km hinter uns und die Schlemmerei war durchaus verdient.
|
| 21.05.2009 |
Herbst in Hannover
|
Es ist geschafft: das Arbeitsleben habe ich hinter mir gelassen und nun muss ich sehen, dass ich die viele freie Zeit sinnvoll verbringe. Sofern das Wetter mitspielt, ist Handbike fahren genau das Richtige.
Für meine nun massenhaft zur Verfügung stehende Freizeit hatte ich mir u.a. vorgenommen, mit meinem Handbike unterwegs zu sein. Eigentlich hatte ich mir eine größere Runde in der Nähe unserer Wohnung ausgeguckt, aber bei so einem richtig schönen Herbsttag zieht es einen dann doch an die eine oder andere Sehenswürdigkeit unserer Stadt. Bei herrlichem Wetter mit strahlendem Sonnenschein habe ich mich also aufgemacht, wieder einmal eine Runde um den Maschsee zu fahren. Dabei ging es mir nicht so sehr darum, die etwas mehr als sechs Kilometer möglichst schnell zu fahren. Im Gegenteil: bei zwei oder drei Pausen habe ich die Sonne genossen und am Nordufer hätte ich es stundenlang aushalten können.
|
| 23.10.2008 |
Gegenüber des Nordufers liegt der Maschpark und mittendrin das Neue Rathaus. Der Anblick ist eigentlich immer schön, also stattete ich dem kleinen Park noch einen kurzen Besuch ab. Für den Anfang war ich schon sehr zufrieden mit mir. Immerhin habe ich begonnen, einen Teil der guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Und der Rest wird schon noch. Die Umstellung von einem Leben nach der Uhr hin zu einem Leben mit eigener Zeiteinteilung ist noch etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich arbeite daran.
|
| 23.10.2008 |
Tschüss izn
|
Es passt zwar nicht so richtig in diese Rubrik, aber immerhin habe ich die kurze zu fahrende Strecke mit meinem Handbike zurückgelegt. Am 29.02.08 haben wir in einem kleinen Kollegenkreis unsere bisherige Dienststelle einer "Seebestattung" zugeführt.
Als Teil der Verwaltungsreform in Niedersachsen wurde unser Informatikzentrum Niedersachsen (izn) mit dem Landesamt für Statistik (NLS) zum "Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie" (LSK) vereinigt. Die Statistiker haben sich gut vorbereitet und eine Feier organisiert; beim izn gab es so etwas nicht und deshalb hat sich unser kleiner Kreis zu einer Abschiedsparty getroffen. In einem Waldstück nahe des izn versammelten wir uns andächtig. Mit Kerzenschein, Trauerrede, Sekt ...
|
| 03.03.2008 |
... und Musik waren wir bestens ausgestattet. Natürlich hätten wir auch singen können, aber "Ich hatt`einen Kameraden" passte dann doch nicht so. Und wir wollten ja auch nicht übertreiben. Die Musik vom PDA war ja auch recht hübsch und durchaus ausreichend.
|
| 02.03.2008 |
Eine Flasche mit inliegender Traueranzeige wurde im mehr oder weniger festlichen Rahmen der Naturgewalt der Beeke, einem kleinen Nebenfluss der Ihme, übergeben. Danach wurde der Akt mit mehreren Schluck Sekt begossen und die Zeit im izn noch ein letztes Mal kurz durchgenommen; Anekdoten und Kuriositäten aus der Zeit seit dem 01.05.1997 gibt es fürwahr genug. Eine ebenso lange Zeit im neuen LSK wird es für mich nicht geben, denn ich darf im Lauf der nächsten zwölf Monate in den Ruhestand gehen. Und dann wird sich hoffentlich auch diese Rubrik wieder füllen.
|
| 02.03.2008 |
Rund um das Steinhuder Meer
|
Schon seit längerer Zeit hatten wir uns vorgenommen, einmal um das Steinhuder Meer zu radeln. So etwas geht nur im Urlaub, denn an den Wochenenden ist es hier rappelvoll. Wir wählten einen idealen Tag, nicht zu heiß und nicht zu kühl und mitten in der Woche.
Mit dem Auto fuhren wir zunächst in den Ort Steinhude. Von dort ging es mit Faltrad und Handbike in Richtung Mardorf. Vom Meer sieht man anfangs nichts;.Der Weg führt durch eine wunderschöne Moorlandschaft, bewachsen mit Birken, allerlei anderem Gehölz, Farnen und Moosen.
|
| 07.07.2005 |
Aussichtspunkte ermöglichen einen Blick über die Landschaft. Mitten im Moor befinden sich kleine Tümpel und Seen, die über und über mit Seerosen bewachsen sind. Die ganze Landschaft ist ein Paradies für Vögel.
|
| 07.07.2005 |
Etwa bei der Gaststätte "Neue Moorhütte" kommt dann auch das Meer in Sicht. Die Route führt dann entlang an einem Sandstrand, verschiedenen Bootsanlegern, Campingplätzen und einer Jugendherberge bis nach Mardorf.
|
| 07.07.2005 |
Kurz hinter dem Ort folgten wir dem Radweg durch die Meerbruchswiesen in Richtung Winzlar.Um die Natur und die Wasservögel nicht mehr als unbedingt nötig zu stören, führt der Radweg nicht direkt am Meer entlang. Nur vereinzelt gibt es einen Blick auf das Wasser und die darin befindliche Festung Wilhelmstein. An Winzlar vorbei, ebenso an dem Ort Hagenburg fuhren wir weiter bis nach Steinhude. Dort angekommen hatten wir einen Rundkurs von ca. 30 km bewältigt. Die Strecke ist überwiegend gut zu befahren und landschaftlich äüßerst reizvoll. Das war die bislang längste Tour mit dem Handbike und es hat richtig Spaß gemacht
|
| 07.07.2005 |
|
|
Handbike Info
|
Stichwort Handbike Das Adaptiv-Handbike ist ein Zusatzgerät zu einem Rollstuhl. Es besteht aus einem Rad und als "Pedale" dient eine Handkurbel, welche gleichzeitig als Lenker dient. Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über eine Naben- oder Kettenschaltung. Die meisten Geräte sind schnell und problemlos vom Rollstuhl abzukoppeln, so dass z.B. ein Einkauf im Supermarkt oder ein Museumsbesuch möglich ist. Das Handbike wartet derweil angeschlossen an einem Fahrradständer. Ein Rennbike ist eine untrennbare Einheit. Diese Geräte sind meistens recht niedrig und eignen sich, wie der Name schon sagt, vorwiegend für Rennen und Training.
|
|